KomKI- Orthopädietechniker

Kompetenzen über künstliche Intelligenz aufbauen (KomKI)

Der Einsatz künstlicher Intelligenz birgt auch für das Handwerk große Chancen. Körperliche Belastungen können dadurch gemindert, Arbeit- und Einsatzplanungen effizienter gestaltet werden. In bestimmten Gewerken gehören smarte Anwendungen bereits zum Alltagsgeschäft, in anderen mangelt es an der notwendigen IT- Infrastruktur. Das Projekt KomKI macht Betriebe fit für den KI-Einsatz im eigenen Unternehmen. In KI-Werkstätten lernen Unternehmer*innen und Mitarbeitende, wie sie Künstliche Intelligenz gewinnbringend einsetzen.

Künstliche Intelligenz (KI) – die Definition im Rahmen des Projekts

Als KI werden im Projekt KomKI Informatik-Anwendungen bezeichnet, welche Aufgaben erledigen, wobei die der Verarbeitung zugrundeliegenden Regeln nicht explizit durch den Menschen vorgegeben sind. KI assistiert dem Menschen bzw. steuert Prozesse teilweise oder vollständig, z. B. Zeichen- bzw. Texterkennung, Bilderkennung, Spracherkennung, automatisierte Übersetzung, Expertensysteme. Unabhängig von dem gewählten Verfahren kann ein KI-Modell auf Grundlage statistischer Verfahren Zusammenhänge erkennen und neue Erkenntnisse liefern.

Das Projekt KomKI orientiert sich mit seiner Definition an dem Begriff der ”schwachen KI” der KI-Strategie der Bundesregierung, der INQA / Offensive Mittelstand (BMAS) und dem Projekt SmartAIwork (BMBF).



Qualifizierungsbedarfe

„Wir wollen die Betriebe da abholen, wo sie stehen“, erklärt PSG- Mitarbeiterin Kristina Mangold das Vorgehen. Gemeinsam mit Projektleiterin Anika Wohlers und ihrer Kollegin Kirsten Höxter hat sie zehn Betriebe und drei Berater verschiedener Handwerksorganisationen zum Thema KI befragt: „Wo würde euch Künstliche Intelligenz weiterhelfen? Wie weit seid ihr bei diesem Thema? Welche Qualifizierungen braucht ihr, damit ihr KI gewinnbringend einsetzen könnt?“  



Viele Handwerksbetriebe sind noch unsicher, was KI überhaupt ist, wo sie eingesetzt wird oder werden kann. Einige Befragte befürchten, dass durch KI Erfahrungswissen und Arbeitsplätze verloren gehen. Die Relevanz eines kompetenten Umgangs mit Daten, von Datensicherheit und Datenverwertungsrechten ist allen deutlich. Den Nutzen von KI sehen die Betriebe am ehesten in den Bereichen Arbeitssicherheit, Logistik und Gesundheit. Um KI künftig effektiv nutzen zu können, muss das ganze Team abgeholt und sensibilisiert werden. Der Führungskraft kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Den Einsatz von KI wollen die Befragten im Betrieb ausprobieren: Welche Anwendung hilft uns weiter? Welche Schritte müssen wir bei der Einführung beachten? Genau hier setzen die KI-Werkstätten an.


Qualifizierungsbausteine

Für die KI-Werkstätten entwickelt das Projektteam Qualifizierungsbausteine in fünf Themenfeldern.

 

KOMKI_Themenbereiche

KI-Grundlagen: Hier sind konkrete Möglichkeiten von KI, praktische Einsatzgebiete im Betrieb sowie rechtliche und ethische Grundlagen wichtig. Daneben wird aber auch die Fähigkeit geschult, Daten zu bewerten und diese zu interpretieren.

Führung: Mit der Einführung von KI verändert sich die Unternehmenskultur. Zudem entstehen neue Verantwortungsbereiche. Hauptqualifikationsbedarfe liegen hier im Projekt- und Changemanagement, in der mitarbeiterorientierten Personalpolitik sowie in der Führung von Mitarbeitenden, die bereits im KI-Planungsprozess aktiv miteinbezogen werden müssen. 

Organisation: Hier spielen Fragestellungen eine Rolle wie u. a. „Wie kann ich innerbetriebliche Prozesse in einer KI abbilden?, Welche Daten brauche ich hierfür? oder Wer ist der Herr der Daten?“ Ebenso ist die IT-Sicherheit relevant, weil diese als eine der größten Hürden für die KI-Nutzung angesehen wird.

Gesundheit: Durch KI können u. a. physische Belastungen reduziert werden. Gleichzeitig entstehen aber auch neue Gesundheitsbelastungen (z. B. das Gefühl der Fremdsteuerung). Diese Vor-, aber auch Nachteile gilt es zu erkennen und einzuschätzen, um eine präventive Gesundheitsförderung zu erzielen. 

Sicherheit: Auch hier gilt es Potentiale, aber auch die potentiellen Gefahren zu beleuchten. Themen wie die Betriebssicherheit der KI, technische Assistenzsysteme, digitale Ergonomie und KI-Sicherheitsprodukte stehen im Fokus. 





KI-Werkstatt 

KomKI - Tischler



... für Betriebe

Ziel der KI-Werkstatt (Betriebe) ist es, Handwerksbetriebe anhand eines Betriebsprojektes und mithilfe von Qualifizierungsangeboten zu befähigen, Veränderungspotentiale zu erkennen und KI-getriebene Veränderungsprozesse zu bewältigen.

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Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH



KI-Check: Im Rahmen des KI-Checks analysieren wir gemeinsam mit Ihnen, ob Ihr Unternehmen bereit für einen KI-getriebenen Veränderungsprozess ist.

KIck-Off: Bei einer Abendveranstaltung lernen Sie die anderen teilnehmenden Betriebe kennen und erhalten neue Impulse rund um das Thema KI.

Betriebsprojekt: Gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden erarbeiten Sie eine Aufgabenstellung, die Sie und Ihr Betriebsteam im Rahmen der KI-Werkstatt bearbeiten. Begleitet werden Sie hierbei von erfahrenen KI-Experten.

Qualifizierung: Während der Umsetzung Ihres Betriebsprojektes erhalten Sie und Ihre Mitarbeitenden die Möglichkeit, an unserem digitalen Qualifizierungsangebot teilzunehmen.

Close-Up: Nach Abschluss der Betriebsprojekte laden wir Sie zu einem Erfahrungsaustausch mit allen teilnehmenden Betrieben und unseren KI-Experten ein.

































Die KI-Werkstatt für Betriebe wurde in Zusammenarbeit mit dem Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) an der Leibniz Universität Hannover entwickelt. 

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... für Beschäftigte

Ziel der KI-Werkstatt (Beschäftigte) ist es, einzelne Beschäftigte aus Handwerksbetrieben mithilfe von Qualifizierungsbausteinen zu befähigen, Veränderungspotentiale zu erkennen, KI-getriebene Veränderungsprozesse anzustoßen und zu begleiten sowie als Multiplikator*innen für das Thema KI im Unternehmen zu fungieren.

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Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH



Wie Sie an den KI-Werkstätten teilnehmen können?

Interessierte Betriebe und Beschäftigte können sich ab sofort für die Teilnahme an den KI-Werkstätten bewerben. Das Angebot ist in der Projektphase für alle Betriebe kostenlos.

Wer sich erst einmal näher über KomKI und die KI-Werkstätten informieren möchte, für den bietet das Projektteam kostenlose digitale Infoveranstaltungen an.



Termine



Digitale Infoveranstaltung

Donnerstag, 18.11.2021

16:00- 17:00

Digitale Infoveranstaltung

Freitag, 19.11.2021

09:00 - 10:00

Digitale Infoveranstaltung

Donnerstag, 25.11.2021

09:00 - 10:00

Digitale Infoveranstaltung

Freitag, 26.11.2021

12:00 - 13:00



Ansprechpartnerinnen

Anika Wohlers

Mobil 0179 43 00 115
Fax 05131 7007-750
wohlers--at--hwk-psg.de

Kristina Mangold

Mobil 0176 56 96 77 84
Fax 05131 7007 750
mangold--at--hwk-psg.de

Kirsten Höxter

Mobil 0176 34 49-5146
Fax 05131 7007-750
hoexter--at--hwk-psg.de

Aktuelles

Servicetechniker vom Team Funke lässt sich durch die AR-Brille Zusatzinformationen anzeigen.
Foto & Montage: AnyMotion
Servicetechniker vom Team Funke lässt sich durch die AR-Brille Zusatzinformationen anzeigen.

Künstliche Intelligenz (KI) nutzen                                                                                     

Wenn smarte Anwendungen das Rechnungswesen unterstützen, können Abläufe im Unternehmen effizienter gestaltet werden. Wenn ein Roboter die Heizung in den Keller trägt, dann entlastet das den Gesellen. Wenn sich durch digitale Spracherkennung das Garagentor öffnen lässt, dann spart das Zeit und sorgt für Sicherheit. Der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) birgt auch für das Handwerk große Chancen.

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KomKI-Auftakt



Neue Wissenschaft-Praxis-Kooperation für KMU und Handwerk in Sachen künstliche Intelligenz

„Der Einsatz von künstlicher Intelligenz birgt große Chancen, gerade für kleine und mittlere Betriebe und das Handwerk“, so Volker Jödicke, Projektleiter des Projektes “KomKI” der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW), „so sind etwa eine effizientere Arbeits- und Einsatzplanung möglich oder körperliche Belastung kann gemindert werden – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiger Vorteil. Viele Betrieben wissen das längst, sind jedoch unsicher, wie sie das Thema künstliche Intelligenz in ihren Arbeitsalltag so integrieren können, dass die Technik unterstützt und nicht hindert.



Kompetenzen über KI aufbauen (KomKl) – Lern- und Experimentierraum zur Entwicklung konstruktiver, reflexiver und präventiver KI-Kompetenz

Das Projekt richtet sich an Unternehmer*innen, Führungskräfte und Beschäftigte in KMU, außerdem an Betriebsratsmitglieder und Berater*innen intermediärer Organisationen. Die Durchführung des Projekts KomKI ist vom 25.09.2021 bis zum 24.09.2023 geplant. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert KomKI im Rahmen des Programms „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel (EXP) – Handlungsfeld Lern- und Experimentierräume KI“. Weitere Informationen gibt es unter www.projekt-komki.de

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